Quanten-Resonanz und ähnlicher Unsinn

Seit einiger Zeit nervt ein immer wiederkehrendes Posting auf Facebook, immer unter dem Titel „Quanten-Resonanz“ und der Suggestion, es könnte sich dabei um irgendwas Hochwissenschaftliches  im Umkreis der Quantenmechanik handeln. Hinter der Firma (klar will die was verkaufen) steht eine Frau, die sich als „Physikerin“ bezeichnet,  die daher mit der Gesetzen der Resonanz und des „Universums“ bestens vertraut sei. In ihrer Vita gibt sie dann schon zu, dass es mit einer Karriere in der Physik nicht geklappt hat – und das  kann man auch gut nachvollziehen.

Wer weiter liest – Homepage oder Werbebroschüre – findet lange Zeit nichts von Quanten-Irgendwas, sondern es geht ums Wünschen und Wunscherfüllung. Darum geht’s ja auch in vielen Märchen, aber nicht in der Quantenmechanik. Nur dass hier nicht 3, sondern alle Wünsche offen sind, man müsse nur wissen, wie‘s geht. Und das verspricht die Tante zu offenbaren.

Irgendwann taucht dann doch die Frage auf: „Was sind Gedanken denn nun aus quantenphysikalischer Sicht?“ Und es folgt auch gleich die Antwort: „Gedanken sind Energie in Form von Schwingungen…“ Wieder kommt die Antwort ohne Quantentheorie aus. Aber nicht nur Gedanken, auch Gefühle (welch Überraschung!) sind Energie, die als Schwingungen ausgesendet werden. „Diese ausgesendeten Schwingungen gehen mit den Schwingungen im Universum in Resonanz und das Universum liefert genau das, was man mit seinen Gedanken bestellt.“ Sozusagen der Quelle-Katalog für unsere Wünsche.

Quanten-Unsinn als Religionsersatz

Es ist ja schon zum Heulen: Da pfeifen wir auf Religion, auf den persönlichen Gott und alles andere – aber an ein Universum, das irgendwo da oben sitzt und damit beschäftigt ist, alle unsere Wünsche zu erfüllen, an das glauben wir natürlich schon. Ist ja viel schöner. Das verlangt nix von uns, nur dass wir – verdammt nochmal – endlich unsere Wünsche abliefern.

Allerdings müssen wir aufpassen, denn dieses Universum ist nicht unbedingt eine Geistesgröße. Egal was wir ihm sagen, für dieses geistig anscheinend etwas minderbemittelte Universum ist alles einfach nur Wunsch. Ob wir jetzt „Guten Tag“ sagen oder „Alle anderen sind so furchtbar erfolgreich, nur ich nicht – schluchz!“ Dieses debile Universum fasst das als Wunsch auf. Und erfüllt ihn auch noch dazu! Idiot! Hätt ich beinahe gesagt. Statt zu kapieren, dass ich indirekt mir doch Erfolg gewünscht hätte, glaubt das Biest, es erfüllt meinen Wunsch, wenn es mich unglücklich macht! Und man kann die Lieferung dann nicht mal zurückschicken.

(Um Irrtümern gleich vorzubeugen: Ich mache mich nicht lustig über psychische Gesetze, die ohnehin jeder kennt, sondern über die Unverfrorenheit, derartige esoterischen Gemeinplätze als Quanten-Irgendwas zu verkaufen!).

So wie unsere Vorfahren die Götter positiv zu stimmen versuchten, so können wir das Universum nicht nur umstimmen, sondern sogar dazu zwingen (Fortschritt muss sein), uns zu Willen zu sein: „Wenn wir es schaffen, unseren Wünschen nur mit positiven Gedanken und Gefühlen zu begegnen, kann das Universum nicht anders, als uns die Wünsche zu liefern.“ Würden spätere Ausgrabungen nur derartige Bücher zutage fördern, man könnte unsere Epoche getrost der Urzeit der Menschen zuordnen, als man mit Wunsch-Magie die Götter geneigt zu machen versuchte.

Wunscherfüllung auf primitivstem Niveau

Und so lernt man im Online-Kurs dieser „Physikerin“, wie man reich wird, wie man gesund wird, einen attraktiven Körper und eine/n ebenso attraktive/n Partner/in bekommt oder eine unattraktiv gewordene Beziehung rettet, wie man glücklich und zufrieden wird, usw. usw. Wer ein bisschen Ahnung vom Leben hat, weiß, dass es wahrscheinlich eher verhängnisvoll wäre, würde uns dieses dämliche Universum alle diese Wünsche tatsächlich erfüllen. Wir würden uns genüsslich niederlassen und nicht mehr weiterkommen. Abgesehen davon, dass das wirkliche Leben so komplex ist, dass es sich nicht so simplifizieren lässt.

Nun, das ist jedem, der zumindest einen durchschnittlichen IQ sein eigen nennt, ohnehin vollkommen klar. Was hier ein für allemal klargestellt werden soll ist: Die Quantenmechanik ist eine physikalische Theorie und bezieht sich daher auch auf die physikalische Wirklichkeit – und nicht auf die psychische, soziale, soziologische, philosophische oder theologische. Nicht auf Gedanken und Gefühle, und nicht auf ein Universum als primitivsten Religionsersatz! Wer sich mit Quantenmechanik beschäftigen will – und das ist wirklich sehr lohnend – der möge physikalische Bücher darüber lesen und nicht pseudo-esoterische.

Missbrauch der Quantenmechanik

Quanten-Heilung, Quanten-Medizin, Quanten-Energetik, Quanten-Matrix und was auch immer heute mit Quanten-Irgendwas verkauft wird – es handelt sich nicht um Quantenmechanik, sondern um billige Marketing-Tricks. Diese Leute haben meist nur den Begriff gestohlen, aber keine Ahnung, worum es in der Quantentheorie wirklich geht. Noch einmal kurz gesagt: Quantenmechanik ist eine physikalische Theorie, es geht also um die Erklärung der Materie und nicht des Bewusstseins. Wer das gleichsetzt oder mit Sprüchen kommt wie „Alles ist Energie“ oder „Alles hängt mit allem zusammen“, der outet sich damit nur als vorquantenmechanisch denkend.

Dass die Quantenmechanik zu dem Schluss kommt, dass es Materie in unserem gewohnten Sinn gar nicht gibt, ist eine andere Geschichte, und zeigt, dass es für eine Diskussion eines ganz anderen Niveaus bedarf als der ganze Quanten-Unsinn nahelegt. Und dass wir schon seit 100 Jahren unser gewohntes Denken überdenken hätten müssen. Das steht noch aus, aber die Quanten-Mode ist dabei in keiner Weise hilfreich.

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Über Robert Harsieber

Philosoph, Wissenschaftsjournalist, Verleger (RHVerlag), Mitarbeit an verschiedenen Projekten. Philosophische Praxis: Oft geht es darum, Menschen dabei zu helfen, ihr eigenes Weltbild zu erkunden. Interesse: Welt- und Menschenbilder, insbesondere die Frage eines zeitgemäßen Welt- und Menschenbildes.
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9 Antworten zu Quanten-Resonanz und ähnlicher Unsinn

  1. SalvaVenia schreibt:

    Großartig!

    Und bitte unbedingt mehr davon … 🙂

  2. Stellungnahme schreibt:

    Sehr geehrter Herr Harsiber,

    ich finde es sehr schade, wie Sie mit anderen Menschen umgehen. Und das insbesondere da Sie sich als Philosoph darstellen, der Menschen dabei helfen will, Ihr Weltbild zu erkunden und der auf seiner Facebook-Seite für Toleranz und Verständnis für andere Sichtweisen wirbt.

    Dies unterbindet leider jedes konstruktive Gespräch über verschiedene Weltanschauungen. Aber neue Anschauungen wurden in der Vergangenheit ja schon immer angefeindet, siehe Galileo Galilei oder auch Albert Einstein.

    Außerdem finde ich es schon bedenklich, dass ein angeblicher Journalist die erste Grundregel einer objektiven, journalistischen Arbeit missachtet hat, nämlich eine ausreichende Recherche der Fakten.

    Aber dies kann man ja nachholen:

    Ich habe an der Ludwig-Maximilian-Universität München (übrigens Elite-Universität) studiert und promoviert. Meine Doktorarbeit finden Sie hier:

    http://edoc.ub.uni-muenchen.de/595/

    Ich darf mich also mit Fug und Recht Physikerin nennen.

    Dort werden Sie auch die Note meiner Promotion finden: „Magna Cum Laude“ – für wissenschaftliche Laien, das ist die Note „sehr gut“ oder auch 1.

    Das bedeutet, die Karriere in der Physik ist weder an meiner Qualifikation, noch an meinen Noten gescheitert, sondern einzig und allein daran, dass sich eine Frau in Deutschland zwischen einer wissenschaftlichen Karriere und Familie entscheiden muss. Ich habe die Entscheidung für meine Kinder nie bereut.

    Außerdem hat diese Entscheidung dazu geführt, dass ich heute meine Berufung leben darf und Menschen dabei helfen kann, zu Ihrem wahren Potenzial zu finden. Auch das werde ich nie bereuen, sondern freue mich jeden Tag darüber.

    Dass ich mit meiner Seite ein Weltbild vertreten, dass vielleicht nicht von jedem geteilt wird, damit muss ich wohl leben. Allerdings ist dieses Weltbild nicht neu, oder vielleicht ungewöhnlich, sondern selbst in der Bibel gibt es zahlreiche Hinweise auf das Gesetz der Anziehung und auch die Reichen und Mächtigen der Welt wissen darum.

    Dieses Wissen wurde sehr lange und wird, wie man hier sieht, nach wie vor unter der Decke gehalten, um die breite Masse der Menschen weiter in einer Abhängigkeit zu halten.

    Aber nun eine kurze Exkursion in die Physik, für diejenigen, die die Physik- bzw. Quantenmechanik-Bücher nicht nur im Schrank stehen haben, sondern sie gelesen und vor allen Dingen auch verstanden haben wollen. Es gibt die sogenannte „Masse-Energie-Äquivalenz“ E=m*c2 von Albert Einstein – wahrscheinlich der größte Physiker des 20. Jahrhunderts. Die besagt nichts anderes, als dass alles (auch Materie) Energie ist. Das ist übrigens in der gesamten Physik anerkannt und dies bereits seit über hundert Jahren.

    In der Physik geht es nämlich nicht nur um Materie, sondern auch um Felder und Schwingungen. Auch das sind allseits anerkannte physikalische Theorien und dies bereits seit weit vor der Entwicklung der Quantenmechanik.

    Wieso nun die Physik, ob klassisch oder quantenmechanisch, sich ausschließlich auf die „physikalische Wirklichkeit“, wie in Ihrem Artikel behauptet, beziehen soll, ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Physik ist allumfassend und das in jedem Bereich. Die physikalischen Gesetze gelten immer und überall. Für mich war die Physik immer die Erklärung, wie die Welt funktioniert. Und zu meiner Welt gehören meine Gedanken und meine Gefühle. Also wieso sollten diese Gedanken und Gefühle nicht durch die Physik erklärbar sein. In diesem Fall die Quantenmechanik.

    Mittlerweile ist auch allgemein bekannt, dass Gedanken und Gefühle Energien sind. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde durch die Quantenmechanik das gesamte physikalische Weltbild auf den Kopf gestellt. Als nun die Natur der Materie und der Atome, aus denen die Materie besteht, untersucht wurde, wurde mit Verwunderung festgestellt, dass Materie gar nicht so real ist, wie man immer dachten – Materie besteht nämlich eher aus Energiepaketen, die man als stehende Wellen elektronischer Energie beschreiben kann. Heisenberg stellt fest, dass der Aufenthaltsort und der Impuls eines Elektrons nur als Funktion von Wahrscheinlichkeiten beschreibbar ist (siehe Heisenbergsche Unschärferelation). Außerdem mussten anerkannt werden, dass das Elektron und damit alle Materie offenbar Eigenschaften von Bewusstsein besitzt. Durch diese Erkenntnisse hat sich die Wissenschaft letztlich selbst den Boden für ihre materialistische Grundeinstellung unter den Füßen fortgezogen. Angesichts dieser Einsichten hat Albert Einstein einmal gesagt: „Es sieht immer mehr so aus, als ob das ganze Universum nichts anderes ist als ein einziger grandioser Gedanke!“ – und damit erkannte er wirklich den Kern der Wahrheit.

    Den Zusammenhang zwischen den Konzepten der Quantenphysik, unserem Bewusstsein und unserem Verständnis von der Wirklichkeit, sodass er auch für physikalische Laien verständlich ist, wird sehr schön in dem Film „ What the Bleep do we (k)now.“ erklärt. Vielleicht würde dieser Film Ihnen bei dem Verständnis der quantenphysikalischen Zusammenhänge helfen.

    Jeder Mensch hat bereits die Erfahrung gemacht, dass man mit positiven Gedanken viel mehr in seinem Leben erreichen kann, als mit negativen Gedanken. Möglicherweise gibt es verschiedene Erklärungsansätze für diese Tatsache. Aber die Bewusstseinsforschung hat sich mittlerweile auf den quantenphysikalischen Ansatz geeinigt und es gibt nicht mehr viele Menschen, die diesen ablehnen.

    Auch ist weder die Quantenphysik, noch die Quanten-Resonanz in irgendeiner Weise Religionsersatz. Soll es auch gar nicht sein. Vielmehr finde ich es sehr wichtig, dass jeder Mensch sein Leben selbstverantwortlich in die eigenen Hände nimmt. Wie man dieses erreichen kann, zeige ich in meinen Kursen, die schon weit über tausend Personen gezeigt haben, wie man sein Leben in den Griff kriegen kann. Dann braucht man nicht den Schmerz über sein eigenes verpfuschtes Leben über andere Personen ausschütten.

    Und dass das Universum nur das zurücksenden kann, was es erhalten hat, sollte selbst für physikalische Laien logisch und nachvollziehbar sein. Wie das Universum dazu kommen soll „zu kapieren, dass ich indirekt mir doch Erfolg gewünscht hätte“ ist mit den heutigen physikalischen Theorien nicht erklärbar. Dass es ein Mensch nicht schafft, mit überwiegend positiven Gedanken sein Weltbild positiv zu erschaffen, dagegen schon.

    Da ist es doch gut, dass es Techniken gibt, mit denen man dieses erlernen kann. Ich habe meine Kurse also entwickelt für Menschen, die aktiv Ihr Leben verändern wollen und bereit sind dafür an sich selbst zu arbeiten.

    Wenn man sich jedoch lieber in seinem eigenen Unglück weidet, alle anderen für seine Misere verantwortlich machen und seinen Unmut an denen auslassen möchte, die wirklich helfen können und wollen, dann muss man leider zu solchen Methoden, wie dieser Artikel greifen. Ich finde das sehr bedenklich und Sie tun mir wirklich leid. Denn Fortschritt aufhalten können Sie damit glücklicherweise nicht.

    Auch hier zitiere ich gerne Albert Einstein:

    „Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.“

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Susanna Wallis

    • Robert Harsieber schreibt:

      Fr. Dr. Wallis, dass Sie mit „Magna cum laude“ promoviert haben, ehrt Sie, und davor habe ich allen Respekt. Und davor, dass Sie sich für Familie statt Karriere entschieden haben, noch mehr. Ich entschuldige mich für alle persönlichen Bemerkungen.
      Aber mit der „Quanten-Resonanz“ arbeiten Sie nun mal in einem ganz anderen Feld. Sie arbeiten in einem uralten Weltbild, auch davor habe ich Respekt, aber dessen Verbindung zur Quantentheorie kann doch kein einfacher Kurzschluss sein. Natürlich, wenn man glaubt, dass Physik die „Welt“ erklärt, dann wäre das ok. Das kann sie aber gar nicht, „weil zur Welt doch so viel mehr gehört als bloß Teilchen in Raum und Zeit“ (Erwin Schrödinger). „Die physikalischen Gesetze gelten immer und überall“ – in der Welt der Physik. Wenn es um Leben geht, kann die Naturwissenschaft nichts aussagen.
      Dass es in der Physik um Materie, Energie, Felder und Schwingungen geht, ist mir auch klar. Aber die Begeisterung über die Einheit darf die Differenz nicht verdrängen. Physik ist nicht Psychologie, und in der Quantenmechanik hat die Messung eine grundlegende Bedeutung, aber nicht das Bewusstsein. Das ist immer noch etwas anderes. Auch die Wechselwirkung von Teilchen kann als „Messung“ verstanden werden, und das ist vielleicht die Erklärung des Übergangs in die Markowelt und zu unserer Realität.
      Ich bin der Letzte, der sich gegen ein uraltes Weltbild wehrt (ich habe mich – und zwar praktisch – mit Yoga, Sufismus, Indianer, tibetischem Buddhismus, Zen beschäftigt), und erst recht nicht gegen einen Fortschritt. Unser „modernes“ Weltbild ist um 1900 steckengeblieben und ein wirklich zeitgemäßes wäre dringend notwendig. Aber ein Kurzschluss zwischen Physik und Psychologie ist da nicht hilfreich. Die simple Gleichung: Materie = Schwingung, Gedanken sind Schwingungen, also gibt es eine Physik der Gedanken, macht einen ebenso simplen Kategorienfehler.
      Was m.E. sehr wohl notwendig ist: Die Quantenmechanik ist über die westliche, aristotelische Logik hinausgegangen. Es wäre daher sinnvoll und notwendig, die aus der Quantentheorie folgende Logik auch auf die anderen Lebensbereiche anzuwenden – ohne allerdings diese Bereiche zu vermischen oder zu nivellieren. Da käme man zu erstaunlichen Erkenntnissen.
      Ich weide mich nicht an meinem eigenen Unglück – falls Sie das gemeint haben – sondern verwsuche, mein Leben auf alles Ebenen zu leben, vom Physischen über das Psychische bis hin zum Philosophischen und Theologischen – und ich bleibe mir bewusst, dass das verschiedene Bllickwinkel sind, die man zusammenbringen, aber doch immer auch differenzieren muss, damit keine esoterische Simplifizierung herauskommt.

      Mit herzlichen Grüßen
      Robert Harsieber

  3. Chanelle schreibt:

    Immer wieder spannend, dass Menschen, die sich nicht wirklich mit einer Materie befasst haben, meinen, diese beurteilen zu müssen…

  4. Na ja, dieser Dialog ist schon spannend. Kommpliment an beide Seiten. Nach anfänglicher persöhnlicher Difarmierung, wurde doch der ernstgemeinte sachliche Dialog gesucht.
    Das ist schon viel Wert.
    Liebe Leute, da draussen ist kein Unniversum um euch herum, dem ihr irgendwelche Wunschzettel zustecken könnt. Kein Gott soweit das Auge reicht. Egal welche Bezeichnung wir diese größe X auch geben. Die Frage nach Religionsersatz stellt sich dem wachen Geist gar nicht. Religion postuliert eine Abhängigkeit des Menschen an eine Instanz X. Zum Beispiel Gott. Solange Wissenschaft diesen Platz dann mit „Physik“ als neuen Gott besetzt. Gähn! Welch schwachen Geister. Welche langweilige Neuauflage von einem uralten Dualismus.
    Alles Bullschitt !!

    Herr Harsieber, sie schreiben sie haben sich mit Zen beschäftigt. Ja gewiss, theoretisch, so erscheint es mir. Der Dualismus zwischen Materie und Bewustsein, ist ein Dualismus. Bitte setzen sie sich noch mal hin, in Meditation, meine ich! Dieser Dualismus kann durchschaut werden. Physik bleibt immer hinter der Transzendierung dieses Dualismus zurück, solange der betreffende Physiker, diesen nicht tranzendiert hat. So glaube ich auch in ihrem Fall. Sorry !

    Frau Wallis setzt das menschliche Bewustsein natürlich in einen Rang, der keinem Naturwissenschaftler je schmecken kann. Der Mensch als göttliches Schöpferwesen. Na gut, da gehen uns allen erst mal die Nackenhare hoch. Hoffentlich!!! Aber hier beginnt eben die entscheidende Mutprobe der Bewustseinsforschung.Diese Mutprobe als Forschungsgegenstand auszuhalten ist nicht jedermanns Sache. Aber wer ernsthaft mitreden will muss sich dieser Mutprobe ernsthaft aussetzen.
    Frau Wallis bewundere ich für ihren Mut, die Menschen in dem Bewustwerdungsprozess begleiten zu wollen, der diese Selbsterforschung bedeutet. Sie hat meine volle Zustimmung und wenn es erlaubt ist, den Hinweis , ihre berechtigten geschäftlichen Notwendigkeiten , in Einklang zu halten, mit den Hoffnungen, die sie bei Menschen auslöst, die damit vieleicht hoffnungslos überfordert sind.In einer mehr und mehr pathologisierten Bevölkerung, sind jede Form von Heilsversprechungen schnell zweischneidige Schwerter. Diese Problematik existiert, ist Ur alt, gehört aber primär nicht zum Thema.

    Wenns erlaubt ist :
    Einmal geschah es, ein Mensch hatte es wahrhaftig geschafft, er erreichte Gottes unmittelbare Gegenwart. In tosender Stille, in zeitloser Ewigkeit, in allwissender Fragwürdigkeit, hauchte dieser wunderbare Mensch, seine Frage ängstlich und der Antwort bange, den so unendlich lange gesuchtem Gott entgegen, : Wer bist du ?
    Prompt kam in Begleitung kosmischer Klänge, und dennoch in kristallklaren Worten die Antwort: ..ICH BIN DER ICH BIN !
    Sofort wurde alles absolut still, Die Seele des Suchenden assimilierte jeden Buchstaben, jedes Wort und den Ganzen Satz, mit jeder Faser seines Seins. Das Universum hielt den Atem an, dann brauch es aus dem Menschen heraus, begleitet von extatischem Lachen, von absolut überschwänglicher Glückseligkeit, schrie er seine eigene Existenz an : DAS BIN ICH AUCH !

    Da nun, nahm Gott ihn in zärtlicherer Weise, als alle Sprache dafür jemals Worte hat, in den Arm und sagte: NUN WEIST DU ES AUCH !

    Mit freundlichem Gruß
    Peter Wilmsen-Bültmann
    Bahnhofstrasse 34
    33790 Halle / Westf.
    ..

  5. Bernhard Kirner schreibt:

    Es gibt zu viele Menschen, die glauben, von Außerirdischen entführt worden zu sein, als dass man darüber nur lachen kann. Evtl. ein noch unerforschtes hirnphysikalisches Phänomen, das eine Minderheit von uns Menschen halt beglückt bzw. plagt? Diese Menschen müssen jedenfalls – weil sie diese völlig andere Erfahrung der Mehrheit nicht in adäquaten Worten mitteilen können – auf allgemein anerkannte Bilder (sozusagen „Leitbilder“) zurückgreifen. Das sind heute eben Ufos, früher waren es Engel und Naturgeister.

    Wenn man durch Meditation, Zen etc. wirklich in neue Bewusstseinsschichten vordringen kann (ich weiß es mangels eigener Versuche nicht), dann steht man wohl vor dem gleichen Problem: eine vom bisher gekannten Erfahrungs- wie Wortschatz nicht abgedeckte eindrucksvolle Erfahrung ausdrücken und mitteilen zu wollen. Auch da liegt nahe, bei der Suche nach einer Metapher an Bekanntes und Angesehenes anzuknüpfen, zumal wenn darin gewisse Analogien erkennbar sind.

    Die Teilchenphysiker machen doch auch das gleiche (nur in umgekehrter Richtung): Um den Zoo an immer neuen, eigenartigen Teilchen zu strukturieren und zu benennen, greifen sie auf Namen zurück, die „psychologisch“ anmuten: Es gibt „Strange-Quarks“ (d.h. merkwürdige Quarks) und „Charm-Quarks“. Das „Bottom-Quark“ hat (vielleicht weil auch ein schöner Rücken entzücken kann?) den Zweit-Namen „Beauty-Quark“. Und als Krönung läuft das „Top-Quark“ auch unter „Truth-Quark“, das Wahrheits-Quark, als seien die übrigen Quarks wenig vertrauenswürdige Gesellen. Das klingt ganz und gar nicht mehr nach Physik, sondern nach einer zockenden Hinterzimmer-Runde von Kartenspielern, die von Pin-up-Girls schwärmen und in ihrem Blatt neben echten auch gezinkte und „Arschkarten“ zu bieten haben.

    Will sagen: Das Nutzen von Analogien mag zwar ein beliebter Propaganda- und Werbetrick sein. Dem einzelnen Anbieter muss man aber schon genauer auf die Finger schauen.
    Selbst ungeschickt verwendete Metaphern „überführen“ noch längst niemanden auf seinem eigenen „Fachgebiet“, sondern zeigen evtl. nur ein Kommunikationsproblem.

  6. Sven Liegmann schreibt:

    Wünsche an das Universium helfen! Früher, als Religion noch nicht aus der Mode gekommen war, nannte man das Ganze auch mal Beten. Dabei „funktioniert“ das Ganze ganz banal.
    Wenn ich bete: Bitte, lieber Gott, mach die Oma wieder gesund, oder den Wunsch nach dem richtigen Partner und die glückliche Beziehung ans Universum richte, dann kommt weder Gott vom Himmel gestiegen, noch schickt uns das Universum das Gewünschte.
    Zuallererst formuliere ich meine Ziele. Je öfter, desto besser. Ich beginne, zielgerichteter zu denken und zu handeln, ich filtere meine Realität auf eine andere Weise.
    Ich besuche Oma öfter, merke, wenn sie zu wenig trinkt oder isst, hole den Doktor früher, wenn ich merke, dass es ihr nicht gut geht. Und… (ein Wunder) Oma bleibt länger gesund und fit, meine Besuche regen sie zudem geistig noch an und unsere Spaziergänge halten sie auch körperlich in besserer Form. Fazit: Beten hat geholfen.
    Wenn ich eine glückliche Beziehung suche, werde ich interessanten Kandidaten gegenüber aufgeschlossener sein, auch mal lächeln. Der Wunsch läßt mich vielleicht sogar so mutig werden, den interessanten Menschen zuerst anzusprechen. Die Dinge nehmen ihren Lauf… der Wunsch geht in Erfüllung.
    Klappt vielleicht nicht immer, aber immer öfter.
    Brauche ich dafür eine promovierte Physikerin und die Quantenphysik? Wahrscheinlich eher nicht. Wenn Frau Dr. Wallis es aber als ihre Berufung entdeckt hat, diese einfachen Wahrheiten den Menschen wieder näher zu bringen, dann finde ich dies positiv und unterstütze es. Umso mehr, wenn sie dann auch noch Berufung und Familie unter einen Hut bringen kann.

    • Gerda lanser schreibt:

      Ihre Antwort hat mir zu gesagt. Ich habe mich über das Gebet und der Freundschaft mit JesUS Christus verändert und eine Geist. Wandlung bedeutet jetzt seit 7 Jahren für mich ein Neues Leben zu meisternDas innere Kind macht es mir auch schwer. Da das Unterbewusstsein so zufällig reagiert.

      ICH KÖNNTE MIR VORSTELLEN DASS ICH MIT DIESER Aufgabe gute Fortschritte erfahre.
      DA BEI MIR oft etwas DURCH DAS Gewissen Unterbewusst ausgelöst wird.

  7. Roberto Gerigk schreibt:

    Mit Quantenmechanik hat dieser Hokus-Pokus aber auch gar nichts zum tun, Dr. Titel hin oder her
    Quantenmechanik ist eine wohldefinierte Wissenschaft, Die genaue Voraussagen macht und Entwicklungen über die Funktion des Mikrokosmos erlaubt. Gerne würde ich die Doktoren und Professoren für Quantenmechanik der LMU dazu hören.
    Ich kann mir nicht vorsellen, dass sie sich der Meinung über “ Quantenheilung“ anschliessen.
    Bitte lassen Sie mal diese Meinung hier erscheinen.

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